Es gibt zwei Methoden, welche die Wundheilung bei frischen Tätowierungen begünstigen. Die Feuchtheilmethode und die Trockenheilmethode. Welche der beiden Methoden bevorzugt wird, abhängig vom Tätowierer und nicht zuletzt vom Tätowierten selbst. Bedingt Einfluss auf die Wahl der Methode hat auch die Jahreszeit. So ist es in den Wintermonaten nicht empfehlenswert, die Trockenmethode zu wählen, da hierbei die Kleidung auf dem frischen Tattoo aufliegt und reibt.

Bei der Feuchtheilmethode werden während der ersten 3-4 Tage Salbe und Folie verwendet, welche mehrmals täglich erneuert werden. Bei jedem Folienwechsel sollte das Tattoo unbedingt vorsichtig mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden.

Die Trockenheilung ist das Lufttrocknen des Tattoos. Die Folie wird wenige Stunden nach dem Stechen entfernt. Das Tattoo wird mit lauwarmem Wasser von Salbenrückständen gereinigt und kann ab dann ohne Abdeckung an der Luft heilen.

Auch eine Kombination aus beiden Heilmethoden ist möglich. Hierbei kann das Tattoo tagsüber offen getragen werden und in den ersten drei bis vier Nächte mit Folie umwickelt werden.

Bildet sich dann nach einigen Tagen die Silberhaut, kann auch bei der Feuchtheilung auf die Folie verzichtet werden.