Die menschliche Haut besteht aus mehreren Schichten, die man grob in die Oberhaut und die Lederhaut unterteilt. Die Oberhaut besteht aus den Hautschichten, die sich immer wieder erneuern. Die Lederhaut ist die Schicht zwischen Oberhaut und Fett, welche sich nicht erneuert. Somit muss ein Tattoo also in die Lederhaut gestochen werden, damit es für die Ewigkeit ist. Ein professioneller Tätowierer sticht die Farbe unter die sechste Hautschicht, die ca. 1-1,5 mm unter der Hautoberfläche liegt.

Da sich in der Lederhaut Muskeln, Blut- und Lymphgefäße befinden, ist beim Tätowieren ein besonderes Maß an Hygiene unverzichtbar. Sterile Nadeln und desinfiziertes Arbeitsmaterial sind ebenso Pflicht wie das Tragen von Handschuhen und das Desinfizieren der entstehenden Wunde während der Tätowiersitzung. Tätowiert wird in der Regel mit unterschiedlich großen Nadeln, die von der Tätowiermaschine in die Haut gestochen werden und so Farbe in die Lederhaut abgeben.

Tätowiermaschinen lassen die Nadeln etwa 800 bis 7500 mal pro Minute in die Haut stechen. Durch diese ständige Reizung kann die Haut schon während des Tätowierens anschwellen oder sich röten.

Das frische Tattoo muss nach dem Tätowieren deszinfiziert werden. Danach trägt der Tätowierer außerdem Vaseline auf die Wunde auf und deckt sie meist mit einer Klarsichtfolie ab.