Maori werden die Ureinwohner Neuseelands genannt. Ihre Tätowierungen gehören zu dem Fundament, auf dem die derzeitige Tattoo-Szene der westlichen Welt steht. Der Ursprung der heutigen Tätowierungen liegt bei den Bewohnern von Polynesien auf den Marquesas Inseln.

Europäische Seefahrer brachten einst von ihren Reisen die polynesischen Tattoos mit. Maori-Tattoos sind spirituell sehr aufgeladen und stehen für eine enge Verbindung zwischen Mensch, Natur und Götterwelt. Je nach Motiv konnte man bei den Maori die Stellung innerhalb der Stammesgemeinschaft erkennen. Viele Symbole dienten bzw. dienen aber auch dem Schutz seines Trägers.

Eidechsen und Geckos sind beispielsweise verbreitete Maori-Motive. Sie sind Botschafter des Gottes Moko, nach dem auch die traditionelle Gesichtstätowierung bei den Maori benannt ist. Tikis, bei uns besser bekannt als Holzstatuen mit menschlichen Gesichtszügen, zählen ebenfalls zu den heiligen Tattoos Polynesiens. Die meisten Maori-Tattoos sind von der Natur und den Elementen beeinflusst.

Schildkrötenpanzer, Wellen, Sonnen, Speerspitzen sind nur eine kleine Auswahl der klassischen Motive, die fest mit dem Leben der Polynesier verknüpft sind bzw. waren. Weil jedes Symbol eine andere Bedeutung hat, lassen sich Maori-Tattoos sehr individuell zusammenstellen.