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dennis nowakowski

Inhaber/Tätowierer

Im Jahre 1976 erblickte ich das Licht der Welt und wuchs in Oberhausen auf. Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft fürs zeichnen und alles was mit Bildern und Kunst zu tun hat. Vor allem die bunten Heftchen, als Comics bekannt, begeisterten mich sehr. So kam es nicht selten vor, dass ich mir die Nächte um die Ohren schlug, die Abenteuer meiner größten Helden verschlang oder eigene Geschichten und Comics entwickelte. Damals noch mit Papier und Bleistift, versteht sich.

Aus der Not heraus erlernte ich den Beruf des Schreiners/Tischlers, der sich im nach hinein als sehr nützlich erwies. Hier wurde ich mit technischen Zeichnungen und Perspektiven konfrontiert, die ich herrlich für meine Comic-Projekte nutzen konnte. Später dann arbeitete ich als Schau-Werbegestalter, wo es viel auf Lichteinfälle und Darstellung ankam. Auch hier übernahm ich das angelernte Wissen für meine private Leidenschaft. Dann kam die Umschulung zum Webdesigner, was einen Quantensprung nach vorn bedeutete. Moderne Medien brachten mich auf neue Ideen und Umsetzungen für meine Projekte. Bildbearbeitungsprogramme, Grafiktablett und das Internet erleichterten das veröffentlichen eigener Werke.

Begeistert von meinen zeichnerischen Leistungen nahm mich 1999 ein guter Freund an die Hand und weihte mich in die Grundkenntnisse des Tätowierens ein. Von der Pike auf lernte ich Nadeln zu löten, Farben und Schattierungen anzuwenden, die Maschine richtig zu benutzen, Motive zu ändern und vieles mehr. Das benötigte Startkapital und der Zeitaufwand waren nicht zu unterschätzen. Zuvor noch auf Schweineschwarte geübt ging es irgendwann an die ersten Kunden, was Geduld und Ausdauer erforderte. Unentgeltlich und in meiner Freizeit entwickelte sich meine Arbeit zu akzeptablen Ergebnissen, die immer mehr Leute anlockte. Gestresst durch meine reguläre Arbeit und dem Andrang neuer Kunden legte ich ein halbes Jahr Kreativ-Pause ein.

Nach dem Ausschlusskriterium diverser Leute, die einfach nur, umsonst, gestochen werden wollten, ging es mit treuen Kunden weiter, die mir zumindest das Material bezahlten und meine Arbeit zu schätzen wussten. So lernte ich den Umgang mit Kunden und deren Ansprüche, die an ihre Tattoo-Motive gestellt wurden. So entwickelten sich meine Arbeiten weiter. Ende 2014 kam der Punkt, an dem ich mich beruflich umorientieren wollte. So fragte ich meinen Freund Harald K., der seit über 25 Jahren tätowiert, ob wir nicht zusammen ein Tattoo-Studio eröffnen sollen. Begeistert von der Idee gingen wir es ans Werk.